Veeam VeeamON 2017

Ich hatte letzte Woche das große Vergnügen an der Veeam VeeamON 2017 in New Orleans im Zuge des Veeam Vanguard Programms teilzunehmen. Daher muss ich an dieser Stelle auch noch einmal herausstellen, was das Wichtigste war, dass ich letzte Woche mitgenommen habe – Das Veeam Vanguard Programm ist absolut großartig!

Vielen Dank an Veeam, alle Veeam Mitarbeiter und die anderen Vanguard `s die mich sehr familiär in New Orleans empfangen haben. Den Veeam Kollegen auch noch mal ein großer Dank, dass Sie Ihre knappe Zeit geopfert haben und uns einen tiefen Einblick in die Produkte sowie die Strategie von Veeam gewährt haben. Besonderer Dank gilt: Rick VanoverAnthony SpiteriClint WyckoffMichael CadeMichael White und Anton Gostev.

Zusammenfassung Veeam VeeamON 2017

Allgemein

Grundlegend muss ich sagen, dass ich die Veeam VeeamON 2017 im Gegensatz zur VMworld (Europe) als angenehmer empfand, vermutlich wegen der geringeren Größe. Mit ca. 3000 Besuchern war es wesentlich überschaubarer. Man kommt in alle Vorträge (bei VMware tlw. lange vorher ausgebucht) und es ist mehr Zeit zum Netzwerken und Austauschen mit Veeam Mitarbeitern sowie Besuchern vorhanden. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Qualität der Vorträge im Durchschnitt nicht ganz an die auf der VMworld heranreicht. Nur damit das nicht falsch verstanden wird, es gab auch wirklich viele herausragende Sessions!

Wie auf solchen Veranstaltungen üblich, wurden auch auf der Veeam VeeamON 2017 die Tage mit einer General Sessions gestartet, welche von Partnern wie VMware, Microsoft, HPE und Cisco unterstützt wurden.

Veeam VeeamOn 2017 - General Session Microsoft

Veeam VeeamOn 2017 - General Session HPE

Ausrichtung von Veeam

Auch in den offiziellen Folien von Veeam ist ganz klar, dass die Strategie eindeutig in Richtung Enterprise Markt geht. Das wird unter anderem durch kommende Applikations-Unterstützung von Oracle RMAN, SAP HANA und der geplanten Unterstützung von NetApp NDP untermauert.
Es wird auch das Kern-Produkt nun immer weiter von einem Backup Produkt zur umfassenden Availability Suite umgebaut. Produkte und Features wie CDP (Continous Data Protection) für VMware, Veeam PN (PowerNetwork) und der Availability Orchestrator runden das Portfolio hierfür stimmig ab.

Sehr positiv finde ich auch, dass die „must have“ Cloud Ausrichtung nicht nur Richtung Azure geht, sondern auch die Partner im Bereich Veeam Cloud Connect und Veeam Backup für Office 365 mit neuen Features nicht vergessen werden.

Ankündigungen auf der Veeam VeeamON 2017

Veeam Availabilty Suite v10

  • Veeam CDP (Continous Data Protection)

Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung der bereits bekannten Replikation von Veeam. Das Feature funktioniert nur mit VMware, da die vSphere APIs for IO Filtering genutzt wird, um alle IOs einer VM auf eine Sekundäre zu spiegeln. Es kann damit nahezu ein synchroner Spiegel mit einem RPO von 2-3 Sekunden erreicht werden. Es können zusätzlich zu dem letzten bekannten Stand auch noch weitere Konsistenzpunkte hergestellt werden. Ein Konsistenzpunkt kann sogar auf Wunsch mit Applikationskonsitenz erstellt werden. Die Daten werden im Ziel Datastore als Delta Disks gespeichert (keine Snapshots).

  • NAS Backup

Über einen in v10 neu eingeführten Proxy Typ hat man nun die Möglichkeit mit Veeam auch NFS und SMB Shares zu sichern. Dieses Feature hört sich erst mal ziemlich trivial an, wurde aber sehr aufwendig implementiert, um eine effiziente Ablage (Sortierung nach Blockgröße) und vernünftige Skalierung (mit mehreren Proxys) zu ermöglichen.

  • Archive Repositority

Für mich persönlich ein richtig geniales Feature! Archiv Repositories können einem Scale-Out-Repository zur Auslagerung hinzugefügt werden. Anhand von einer zugewiesenen Policy werden dann entweder alte oder alle Backups dorthin verschoben oder kopiert. Die Archiv Repositories können sogar nicht nur wie hauptsächlich angepriesen ein Object Storage wie Amazon S3 sein, sondern auch jedes andere eingebundene Veeam Repository oder ein Tape sein.

  • Veeam Agents integration

Bisher waren physikalische Server leider immer ein Problem mit Veeam. Das wird sich nun mit der v10 endgültig ändern, denn die bereits bekannten Windows Agents lassen sich nun auch in der Management Konsole zentral verwalten und wenn gewünscht automatisch mit Backup Jobs versehen.
Mit der Agent Unterstützung kommt für mich persönlich auch die Unterstützung von virtuellen Microsoft Failover Clustern hinzu. Diese können unter VMware nicht über Snapshot gesichert werden und sind daher bisher problematisch gewesen.

Verteilung der Agenten wird optional sogar per AD-Sync funktionieren.  Auch die Backup Job Zuordnung kann pro Gruppe automatisch passieren (mit und ohne AD-Sync).

 

  • Oracle RMAN Backup

Viel zu sehen war zu dem Thema leider noch nicht. Wichtig ist aber, dass der Veeam Explorer for Oracle auch per RMAN wie gewohnt funktioniert.

 

  • Universal Storage API

Hierbei handelt es sich nicht um ein Feature im klassischen Sinne, sondern um ein Framework, welches den Storage Herstellern ermöglichen soll die Unterstützung für ihr Array schneller in das Produkt zu integrieren. Die Erweiterung wird durch den Storage Hersteller selbst entwickelt aber dann von Veeam zertifiziert und supportet.

 

  • DRaaS Erweiterung

Bei dieser Ergänzung handelt es sich um eine zusätzliche Schnittstelle von Veeam Cloud Connect Replication, welche es den Service Providern ermöglichen wird die Kunden-Replikation im VMware vCloud Director zu integrieren. Ohne dieses Feature musste der Kunden den Service Provider kontaktieren um z.B. eine VM zu resetten.
Durch die Kopplung werden dem Service Provider ganz neue Möglichkeiten eines runden Produktes eröffnet. Der Kunde kann zum Beispiel seine Replikate zusammen mit bereits laufenden VMs im VMware vCloud Director Portal verwalten und die passenden Netze konfigurieren. Die Schnittstelle wird wohl auch beinhalten, dass zur Abrechnung das vCD Modell verwendet werden kann und nicht nur der Veeam eigene Billing-Plan.

 

  • Veeam Content Pack für vRealize Log Insight

Bei einem Content Pack für VMware vRealize Log Insight handelt es sich um ein “Plugin” in das Syslog Produkt von VMware. Mit einem Content Pack kommen vom Hersteller vorgefertigte Darstellungen, Auswertungen und Alarme rund um die Logs oder Events des jeweiligen Produkts. Für mich ebenfalls ein großer Schritt in Richtung des Enterprise Markts!

Zu dem Thema gab es auch schon ein eigenes kleines Projekt von mir: vRealize Log Insight Content Pack für Veeam
Im Gegensatz zu meinem Ansatz greift jedoch das offizielle Content Pack anscheinend nur auf die Eventlogs zu.

Auf der Veeam Seite ist auch bereits der Download zu finden: Veeam Backup & Replication Content Pack für vRealize Log Insight

In der Version 1.0 fehlen aber mindestens noch die Agent Gruppen. Daher wird wohl noch eine neuere Version kommen vor dem Offiziellen Release.

\\One4all.lan\one4all$\Home\MKUS\Desktop\Veeam VeeamOn 2017 - vRealize Log Insight CP

  • Veeam Enterprise Manager Self Service

Analog zu der VMware vCloud Director Self Service Integration wird der neue Enterprise Manager nun auch VMware vSphere Nutzern ermöglichen, Backup Jobs ihrer eigenen VMs anzulegen. Rechte werden aus dem VMware vCenter gezogen.

Veeam Availablity for AWS

Zu diesem Produkt kann ich leider nur die Folie wiedergeben, da ich weder in AWS EC2 einen tieferen Einblick habe noch eine weitere Session dazu besuchen konnte.

Die Folie hat gesagt, dass das Produkt eine Agentenlose Sicherung von Amazon AWS Applikationen und Daten ermöglichen wird. Umgesetzt wird das wohl über den Cloud Protection Manager von N2W Software: http://www.n2ws.com/products-services/cloud-protection-manager.html

Veeam Availability Console 2.0

Dieses Produkt wird den Veeam Service Providern und größeren Enterprise Kunden nach der Veröffentlichung sehr viel Arbeit bei der Verwaltung ihrer Veeam Umgebung erleichtern. Entstanden ist die Version 2.0 aus dem Veeam Managed Backup Portal in AWS. Anders als in der Version 1.0 kann die Availabllity Console 2.0 nun auch lokal installiert werden und ermöglicht die Verwaltung aller Veeam Backup & Replication Jobs, Veeam Agenten und der kompletten Veeam Cloud Connect Infrastruktur bis hin zum Endkunden. Viele der Konfigurationen können per Policy abgewickelt werden.

Wichtig ist, die Veeam Availabllity Console wird den Veeam Enterprise Manager nicht ersetzen.

Aktuell befindet sich das Produkt noch im RC Status, ist aber einen Test wert: Veeam Availabllity Console 2.0 RC

Veeam Availability Orchestartor

Der Availablity Orchestrator wird als separates Produkt die integrierten Failover Szenarien von Veeam Backup & Replication enorm erweitern. Einen Schwerpunkt hat Veeam bei der Entwicklung des Produkts auf das Erstellen von Reports und automatische Dokumentationen gelegt.

Ein vergleichbares Produkt wäre der VMware Site Recovery Manager. Im Gegensatz zu dem VMware Produkt greift aber der Availablity Orchestrator auf Veeam Replikas zu. Diese werden wie gewohnt in Veeam Backup & Replication angelegt, dann aber mit dem Orchestrator weiter konfiguriert.

Mit dem Availablity Orchestrator zusammen kommt ebenfalls noch eine abgespeckte Version von Veeam ONE, diese kann und wird aber nur intern verwendet.

Veeam Disaster Recovery in Microsoft Azure

Ähnlich wie bei dem AWS Thema fehlen mir hierbei etwas die Bezüge aus der Praxis für das Produkt.
Nichts desto trotz kann ich sagen, dass das Produkt eine Kombination aus Direct Restore to Microsoft Azure und Veeam PowerNetwork (PN) ist.

Durch das Veeam Vangurad Programm konnte ich bereits einige Wochen vor der Veeam VeeamON 2017 einen Blick auf das neue Produkt Veeam PN werfen und war bei beiden Live Demos restlos begeistert. Veeam PN ist eine Art von VPN Management. Für den Setup wird entweder in Azure oder Lokal ein Veeam PN Hub installiert (Software Appliance), dann werden beliebige Standorte oder Clients angebunden. Alles sieht sehr simpel und robust aus.

In Verbindung mit Veeam Disaster Recovery in Microsoft Azure wird Veeam PN verwendet, um die wiederhergestellten Systeme mit dem ursprünglichen Netzwerk zu verbinden und per NAT darauf zuzugreifen.

Veeam VeeamOn 2017 - VeeamPN for DR to Azure

Veeam Backup for Microsoft Office 365 v1.5

Als Veeam mit der Version 1.0 mit dem Produkt kam, war meine erste Kritik, dass es so nicht für Service Provider geeignet ist. Veeam hat jetzt aber mit der Version 1.5 seine Hausaufgaben gemacht und das Produkt sehr skalierbar, mit einer REST API, einem PowerShell Modul und robuster Multi-Tenancy Fähigkeit für Service Provider neu aufgelegt.

Die Sicherung beschränkt sich weiter auf Email.

Veeam Backup for Microsoft Office 365 v2

Auch, wenn die Version 2.0 auf der Veeam VeeamON 2017 noch etwas in der Ferne laf, hat Veeam bereits jetzt angekündigt mit dem Release SharePoint Online und OneDrive in Office 365 ebenfalls sichern zu können.

Weitere Quellen zur Veeam VeeamON 2017:

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